Heft 28: Zusammenhänge und Mechanismen. Das Groupthink-Phänomen neu betrachtet.

„Groupthink“ (Gruppendenken) gehört zu den am meisten zitierten Konzepten der Sozialwissenschaften. Seine Beschreibung findet sich in praktisch jedem Lehrbuch zum Gruppenverhalten. Die Popularität des Groupthink Phänomens ist selbst ein Phänomen. Sie gründet jedenfalls nicht in gesicherten Erkenntnissen, sondern hat eher etwas mit dem „Appeal“ zu tun, der ihm anhaftet. Provozierend und einleuchtend zugleich ist schon die Grundthese der Groupthink-Theorie, die Behauptung, Gruppen „seien oft viel dümmer als ihre Mitglieder“. Ein Pluspunkt der Groupthink-Theorie im Wettbewerb der vielen Gruppentheorien um die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler und Praktiker ist ihre auf den ersten Blick sehr bündige Argumentationsstruktur. Um diese geht es im vorliegenden Beitrag, um eine Präzisierung der Janisschen Überlegungen vor, eine Präzisierung, die sich auf einen ausgewählten, aber gleichwohl zentralen Verhaltensmechanismus des Groupthink-Geschehens richtet. Zunächst werden das Anliegen und die zentrale Aussage der Groupthink-Theorie erläutert. Anschließend wird das Groupthink-Modell vorgestellt. Außerdem werden die zentralen Konstrukte mit Hilfe der von Janis durchgeführten Fallstudien zum Entscheidungsverhalten der Kennedy-Administration illustriert. Im Weiteren geht es dann um die Logik der Modellaussagen und um die Verhaltensmechanismen, die das Groupthink-Phänomen hervorbringen.

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