Umgang mit Erwartungs-enttäuschungen im Stellenentscheidungs-prozess

Verena Köhn-Hövel hat im Rahmen ihrer Dissertation eine empirische Studie zum Umgang mit Erwartungsenttäuschungen, die im Zuge der Bewerbung um eine Stelle entstehen können, vorgelegt.


Köhn-Hövel, V. 2019: Umgang mit Erwartungsenttäuschunge im Stellenentscheidungsprozess. München (Hampp)

Die Inhaltbeschreibung lautet wie folgt:

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, zu beschreiben und zu erklären, wie Bewerber mit Erwartungsenttäuschungen im Stellenentscheidungsprozess umgehen. Die Besonderheit der Arbeit besteht in der expliziten Darstellung und Diskussion von drei Verhaltensmechanismen, die die Stellenentscheidung maßgeblich beeinflussen.

Untersucht wird der Verlauf des Stellenentscheidungsprozesses von 54 Bewerbern anhand von prozessbegleitenden Befragungen sowie von vertiefenden Interviews. Als Grundlage einer empirischen Untersuchung der Frage, wie Bewerber mit Erwartungsenttäuschungen im Stellenentscheidungsprozess umgehen, werden das Rubikon-Modell, die Image-Theorie und die Sozial-Kognitive-Karrieretheorie als theoretische Fundierung herangezogen. Im Ergebnis sind insbesondere das Anspruchsniveau, die Ergebnis- und die Selbstwirksamkeitserwartung und das Commitment als erklärungskräftige Verhaltensvariablen herauszustellen.e vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, zu bescheiben und zu

Kollektive Entscheidungsprozesse

Zu dem Buch:
Martin, A. 2019: Kollektive Entscheidungsprozesse. Darmstadt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft)

Kollektive Entscheidungsprozesse entwickeln nicht selten eine Komplexität, die die Komplexität ihres Entscheidungsgegenstandes weit übertrifft. Sie sind oft unberechenbar, unstetig und voller überraschender Wendungen.

Mehrdeutigkeit und Unbestimmheit prägen das Geschehen. Komplikationen entstehen zudem dadurch, dass sich die Suche nach Problemlösungen oft untrennbar mit interessenpolitischen Auseinandersetzungen verknüpft. Aber auch das unübersichtlichste Entscheidungsgeschehen gründet nicht im Chaos, es wird, unbeschadet von allen seinen Eigenheiten und Wendungen, vielmehr maßgeblich von ganz allgemein wirksamen Handlungstendenzen und Mechanismen bestimmt.

Hiermit befasst sich das vorliegende Buch. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Betrachtung der strukturellen Aspekte der Entscheidungsfindung. Bedeutsame Forschungsergebnisse werden anhand ausführlicher Schilderungen bemerkenswerter Studien illustriert und erläutert.

Das Inhaltsverzeichnis des Buches findet sich in der folgenden pdf-Datei:

A.M. Kollektive Entscheidungen Cover

Heft 28: Zusammenhänge und Mechanismen. Das Groupthink-Phänomen neu betrachtet.

„Groupthink“ (Gruppendenken) gehört zu den am meisten zitierten Konzepten der Sozialwissenschaften. Seine Beschreibung findet sich in praktisch jedem Lehrbuch zum Gruppenverhalten. Die Popularität des Groupthink Phänomens ist selbst ein Phänomen. Sie gründet jedenfalls nicht in gesicherten Erkenntnissen, sondern hat eher etwas mit dem „Appeal“ zu tun, der ihm anhaftet. Provozierend und einleuchtend zugleich ist schon die Grundthese der Groupthink-Theorie, die Behauptung, Gruppen „seien oft viel dümmer als ihre Mitglieder“. Ein Pluspunkt der Groupthink-Theorie im Wettbewerb der vielen Gruppentheorien um die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler und Praktiker ist ihre auf den ersten Blick sehr bündige Argumentationsstruktur. Um diese geht es im vorliegenden Beitrag, um eine Präzisierung der Janisschen Überlegungen vor, eine Präzisierung, die sich auf einen ausgewählten, aber gleichwohl zentralen Verhaltensmechanismus des Groupthink-Geschehens richtet. Zunächst werden das Anliegen und die zentrale Aussage der Groupthink-Theorie erläutert. Anschließend wird das Groupthink-Modell vorgestellt. Außerdem werden die zentralen Konstrukte mit Hilfe der von Janis durchgeführten Fallstudien zum Entscheidungsverhalten der Kennedy-Administration illustriert. Im Weiteren geht es dann um die Logik der Modellaussagen und um die Verhaltensmechanismen, die das Groupthink-Phänomen hervorbringen.

Heft 49: Simulation von Entscheidungsprozessen

Albert Martin (2019): Zeitliche Verlaufsformen von Entscheidungsprozessen in Organisationen. Ein Simulationsmodell der Problemzuwendung. Schriftenreihe des Instituts für Mittelstandsforschung. Universität Lüneburg. Heft 49.

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49_Simulation von Entscheidungsprozessen